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Ausstellung „Was-Sind-Wir?“ vom 30. April 2012

Bericht in der Passauer Neuen Presse
vom 31.03.2012

Frauen, der Gekreuzigte und das Licht

Edith Kunz und Johann Wagnermeyer zeigen in der evangelischen Kurseelsorge Bilder zum Thema “Was-Sind-Wir?”


Bad Füssing. Ausdruckstarke Bilder von Edith Kunz aus Würzburg und Johann Wagnermeyer aus Leipzig sind derzeit in der evangelischen Kurseelsorge und im Gemeindezentrum in Bad Füssing unter dem Motto “Was-Sind-Wir?” zu sehen.
Zwei klagende Frauen kauern am Boden und flehen. In der Mitte des Bildes ist ein Holz zu sehen, das ein Kreuz symbolisiert. Es passe zum Karfreitag, sagt Edith Kunz. Dass nur Frauen zu Jesus an das Grab kamen, hat für sie einen einfachen Grund: “Weil Frauen in vielen Situationen die Stärkeren sind.” Zu Ihrer Frauen-Reihe ließ sich Edith Kunz von der Lektüre des Bestseller “Sakrileg” inspirieren. “Rotes Y” nennt die Künstlerin eine Acrylarbeit, die bei genauerem Hinsehen erkennen lässt, dass der Buchstabe eine Gestalt, einen Korpus darstellt. Es ist der Gekreuzigte.
“Licht” heißt ein Triptychon von Johann Wagnermeyer, das sein Glücksgefühl bei der Geburt seiner Tochter ausdrückt. Das Bild “Gebet” entstand nach einem Erdbeben in Indien, bei dem die Menschen Zuflucht und Trost im Gebet suchten. Dies bewegte ihn sehr. Auch die “geschundene Erde”, Naturkatastrophen und die “Vergänglichkeit” sind für ihn ein Thema. Er bevorzugt Acryl, Aquarelle, Öltechnik und Zeichnungen.
Eine kirchliche Ausstellung solle auch mit christlichen Inhalten zu tun haben, sagte Pfarrer Norbert Stapfer vor 120 Vernissage-Gästen, darunter der Präsident der deutschen Badeärzte Dr. Arno Wennemoser, Altbürgermeister Franz Gnan und Vizebürgermeister Günter Köck. Hans Kunz schilderte in seiner Laudatio den künstlerischen Werdegang seiner Frau Edith, die seit elf Jahren als Graphikerin tätig ist und 1995 mit der Malerei begann. Edith Kunz sammelte auf Ausstellungen in Würzburg, Bad Mergentheim und Bad Neustadt an der Saale Erfolge.
Wilfried Mohren, ehemaliger Sportdirektor des MDR stellte in seiner Laudatio Johann Wagnermeyer vor. Der 1960 in Freistadt in Österreich geborene Maler und selbständige Kaufmann sei 1989 nach Leipzig gegangen, habe eine “Würstelbude” aufgemacht und sich zum Geschäftsführer und Aufsichtsratvorsitzenden hochgearbeitet. Seit 2004 sei er auf Ausstellungen präsent, zuletzt in den Räumen der Deutschen Bank in Leipzig. Sein Bruder, der Trompeter Franz Wagnermeyer, habe den Kontakt zur Kurseelsorge vermittelt.
Der Rottaler Bläserkreis unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Jürgen Wisgalla umrahmte die Ausstellungseröffnung mit Werken von Joséph Bodin de Boismortier (1689 bis 1755).
Die Ausstellung ist im evangelischen Kurseelsorge- und Gemeindezentrum in der Safferstettener Straße 3 in Bad Füssing bis 30. April mittwochs von 16 bis 18 Uhr sowie während der Veranstaltungen der Kurseelsorge und Kirchengemeinde zu besichtigen.
Theresia Wildfeuer

5 years, 11 months ago Kommentare deaktiviert für Ausstellung „Was-Sind-Wir?“ vom 30. April 2012